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Ratgeber Kühlschrank

In jeder noch so kleinen Wohnung gibt es mindestens einen Kühlschrank. Dass nicht nur die Größe des Kühlschranks, sondern vor allem auch der Stromverbrauch, die räumliche Aufteilung, der Geräuschpegel, der Wartungsaufwand und die Ausstattungsmerkmale Einfluss auf die Kaufentscheidung nehmen können, wird Sie sicherlich nicht überraschen. Diese nun anschließende Übersicht soll Ihnen die Wahl jedoch etwas erleichtern und Ihnen außerdem ein paar wertvolle Tipps zum richtigen Umgang mit einem Kühlschrank geben.

Verschiedene Arten von Kühlschränken

Arten Beschreibung / Vor- und Nachteile
Kühlschrank ohne Gefrierfach Wer einen separaten Gefrierschrank oder eine Gefriertruhe besitzt, benötigt eigentlich keinen Kühlschrank mit integriertem Gefrierfach. Ein Grund dafür dürfte vor allem der deutlich geringere Stromverbrauch sein. Zudem lässt sich der gesamte Innenraum zum Kühlen von Lebensmitteln verwenden. Meist sind Kühlschränke ohne Gefrierfach auch preiswerter und sie müssen nicht regelmäßig vom Eis befreit werden.
Vorteile
- Innenraum vollständig zum Kühlen nutzbar
- geringer Energieverbrauch
- kein Abtauen notwendig
- günstiger Preis
Nachteile
- nur zum Kühlen geeignet
- separater Gefrierschrank notwendig
Kühlschrank mit Gefrierfach Ein Kühlschrank mit Gefrierfach bietet sich besonders für Leute mit wenig Platz in der Küche an. Vor allem in Singlewohnungen herrscht Platzmangel und ein Gefrierschrank würde darin kaum noch hineinpassen. Diese Ausführungen eignen sich zudem für Verbraucher, die nur gelegentlich kleine Mengen einfrieren möchten. Da man die Gefrierfächer aber meist nicht separat abschalten kann, muss man letztendlich mit einem höheren Stromverbrauch rechnen. Unterschiede gibt es auch bei den Gefriertemperaturen und bei der Größe des Faches. Wenn keine NoFrost-Technologie mit an Bord ist, muss man es zudem regelmäßig abtauen.
Vorteile
- perfekt für Kleinsthaushalte
- kein extra Gefrierschrank erforderlich
- preiswerter als einzelne Geräte
- platzsparend
Nachteile
- Energieverbrauch höher
- weniger Kühlfläche
- ohne Abtauautomatik muss manuell abgetaut werden
Einbaukühlschrank Wenn man seine Küche möglichst stilvoll und optimal abgestimmt zur Front gestalten will, trifft man mit einem Einbaukühlschrank die richtige Wahl. Natürlich muss man dabei die Nischengröße ganz genau ausmessen. Nicht weniger wichtig sind angrenzende Schränke bzw. Gerätschaften, die Seite des Türanschlags entsprechend der Möbeltür und natürlich auch die Position der Steckdose. Zum Einbauen sollte man sich eventuell auch fachkundige Hilfe holen. Einbaukühlschränke gibt es natürlich auch mit oder ohne Gefrierfach.
Vorteile
- integriert sich gut in das Gesamtbild
- wahlweise mit und ohne Gefrierfach
- große Auswahl für Standardnischen
- optisch unauffällig
Nachteile
- Abmessungen und Türanschlag genau beachten
- weniger Auswahl bei Nischen mit ungewöhnlichen Maßen
Standkühlschrank Selbstverständlich muss man auch bei einem frei stehenden Kühlschrank auf die Maße achten. Im Vergleich zu den Einbaukühlschränken spielen aber ein paar Zentimeter mehr oder weniger keine ganz so entscheidende Rolle. Meist sind die Modelle auch über- oder unterbaufähig. Auch in diesem Fall kann man sich für ein Exemplar mit und ohne Gefrierfach entscheiden. Zudem bekommt man Standkühlschränke in vielen verschiedenen Farben oder auch gerne als Hingucker im Retrostil.
Vorteile
- flexibel aufstellbar
- große Farb- und Designauswahl
- in vielen verschiedenen Größen erhältlich
- über- oder unterbaufähig
Nachteile
- extra Standfläche notwendig
Side-by-Side-Kühlschrank Eine besondere Art unter den Standmodellen dürfte der Side-by-Side-Kühlschrank sein. Er fällt durch seine beiden Türen und vor allem durch sein großes Fassungsvermögen von ca. 500 bis 600 Litern oder sogar mehr auf. Zudem sind diese Kühlschränke mit vielen Zusatzmerkmalen ausgestattet, wie zum Beispiel mit einem Eiswürfelspender, diversen Klimazonen oder mit einem speziellen Weinkühlfach.
Vorteile
- sehr großes Platzangebot
- zahlreiche Zusatzfunktionen und Ablageflächen
- fast immer mit Gefrierbereich
- moderne Optik
Nachteile
- benötigt eine extra große Aufstellfläche
- hoher Stromverbrauch aufgrund der Größe

 

Der Stromverbrauch

Fast alle modernen Kühlschränke bewegen sich heutzutage in den Energieeffizienzklassen A, A+, A++ oder A+++, wobei die Klasse A nur noch selten vorkommt. Im Durchschnitt verbraucht ein Kühlschrank mit der Einstufung A++ ca. 50 % weniger Strom als ein vergleichbares Modell in der Klasse A.
Die Berechnung erfolgt nach einer allgemeingültigen Vergleichsformel von kWh auf 100 l Fassungsvermögen. Hierbei sollte man jedoch daran denken, dass Exemplare mit integriertem und nicht separat abschaltbarem Gefrierfach mehr Strom benötigen als Kühlschränke in derselben Größe ohne Gefrierfach.

Strom einsparen

Damit möglichst keine Energie verloren geht, sollte der Kühlschrank bzw. das Gefrierfach regelmäßig abgetaut werden. Selbst wenn das Gefrierteil nur kurz geöffnet wird, dringt warme Luft mit hoher Luftfeuchtigkeit ein und dadurch bildet sich letztendlich Eis. Eigentlich könnte man davon ausgehen, dass sich die isolierende Eisschicht positiv auswirkt, aber in Wahrheit muss der Kühlschrank zum Erreichen der optimalen Temperatur deutlich mehr Leistung aufbringen.
Im Idealfall verfügt das Gerät über die innovative NoFrost-Technologie. Damit erspart man sich den manuellen Abtauvorgang und holt auf Dauer auch die etwas höheren Anschaffungskosten spätestens bei der Stromrechnung wieder raus.
Leute, die sich mit dem Aufpreis für diese Technik nicht anfreunden können, sollten sich zumindest für ein etwas preiswerteres Gerät mit LowFrost-Technologie entscheiden. Mit dieser Variante entfällt das manuelle Abtauen zwar nicht gänzlich, aber die Häufigkeit reduziert sich spürbar.
Wenn es irgendwie geht, sollte der Kühlschrank nicht in direkter Nähe zum Herd, Backofen oder gar zur Heizung stehen, denn auch die Höhe der Umgebungstemperatur beeinflusst den Leistungsaufwand des Kühlschranks.

Das Fassungsvermögen

Es gibt ein paar Richtlinien, die das Fassungsvermögen mit der Anzahl der ständig im Haushalt wohnenden Personen vergleichen.
Singles oder Pärchen kommen meist mit ca. 140 l aus. Für bis zu vier Mitglieder sollten es 180 bis 280 l sein und Großfamilien ab fünf Personen sind mit einem Modell ab 300 bis 500 l gut beraten.
Selbstverständlich hat jeder Mensch individuelle Gewohnheiten. So kann es beispielsweise sein, dass Singles den Lebensmittelvorrat im Kühlschrank nur alle zwei Wochen auffüllen und somit auch ein größeres Volumen benötigen. Auch Leute, die sehr große Mengen Vorkochen oder viele große Getränkeflaschen kaltstellen wollen, brauchen meist mehr Platz im Kühlschrank. Man sollte seine Vorlieben bei der Kaufentscheidung also unbedingt mit einbeziehen, damit es im Nachhinein nicht zum Platzmangel kommt, was vor allem in den heißen Sommermonaten sehr fatal sein dürfte. Ähnliche Überlegungen bieten sich übrigens auch beim Gefrierfach an.

Die Kühlbereiche

Auch bei der Unterbringung von Lebensmitteln sind einige Punkte zu beachten, weil im Inneren verschiedene Temperaturen herrschen. Größere Kühlschränke in den höheren Preisklassen besitzen mittlerweile sogenannte Klimazonen mit regulierbaren Temperaturen und Luftfeuchtigkeitswerte. Wem diese Modelle aber dann doch zu teuer sind, kann sich an die nun folgenden Empfehlungen orientieren.
Der fast immer vorhandene Obst- und Gemüsebehälter hat im Durchschnitt 9 °C. Auch die Türfächer, die vorrangig für Eier, Getränke und Butter vorgesehen sind, haben ca. 9 °C. Mit nur 2 °C wird es auf der unteren Ablage deutlich kälter. Dieser Bereich eignet sich in erster Linie für Fleisch-, Fisch- und Wurstwaren. Abgesehen von Käse sollte die mittlere Ebene mit ca. 5 °C für Milchprodukte freigehalten werden. Räucherware, Käseprodukte oder vorgekochte Gerichte finden im oberen Fach mit 8 °C den besten Platz.

Das Gefrierfach

Integrierte Gefrierfächer können unterschiedliche Minimaltemperaturen haben. Zur besseren Orientierung sind sie mit Sternen gekennzeichnet. Ein Fach mit nur einem Stern erreicht knapp –6 °C. Die Lagerung der Lebensmittel ist somit auf ca. drei Tage begrenzt. Das Fach mit zwei Sternen kann es auf bis zu –12 °C bringen und erlaubt eine Lagerung von ca. vier Wochen. Mit drei Sternen sind bis zu –18 °C und ca. drei Monate Lagerungszeit möglich.
Vier Sterne mit unter -18 °C sind hingegen eher selten. Mit dieser Kennzeichnung können Lebensmittel ca. zwölf Monate im Gefrierfach gelagert werden.

Ausstattungsmerkmale

Eier-, Gemüse-, Obst- und Butterfach sowie die Türablagen fehlen eigentlich in fast keinem Kühlschrank mehr. Unterschiede findet man allerdings bei der Anzahl und bei der Einteilung der Ablageflächen und Fächer. Um möglichst flexibel bleiben zu können, sollten die Flächen individuell verstellbar oder herausnehmbar sein.
Wer etwas mehr Luxus wünscht, ein größeres Budget und mehr Aufstellfläche zur Verfügung hat, wird sich beispielsweise die Side-by-Side-Modelle mit Außendisplay, Crushed-Ice-Spender, Wasserspender, Flaschenkühler mit Zeitautomatik, Hygienefilter und extra Weinablage genauer ansehen. Bei diesen Exemplaren sind Abtauautomatik, Umluftkühlung und Turbo-Freeze-Funktion fast schon selbstverständlich. Der hohe Komfort schlägt sich allerdings im Preis und im Stromverbrauch nieder.

Zusammenfassende Übersicht über alle Fragen vor dem Kauf

  • Wie viele Personen leben im Haushalt? (Fassungsvermögen)
  • Wie oft fülle ich den Vorrat auf?
  • Benötige ich einen Kühlschrank mit oder ohne Gefrierfach?
  • Wie viele Sterne soll das Gefrierfach haben?
  • Welche Ausstattungsmerkmale sind mir wichtig?
  • Wie viele Ablageflächen benötige ich?
  • Welche Energieeffizienzklasse soll der Kühlschrank mindestens haben?
  • Soll der Kühlschrank eine NoFrost-Technologie haben oder reicht mir eine LowFrost-Technologie?
  • Welche Stellfläche steht mir zur Verfügung?
  • Lohnt sich für mich ein großer Side-by-Side-Kühlschrank?
  • Wo möchte ich den Kühlschrank platzieren?
  • Soll der Kühlschrank integriert werden?
  • Wie viel darf der Kühlschrank maximal kosten?

Abschließend noch ein wichtiger Tipp:

Wird der Kühlschrank im liegenden Zustand angeliefert, sollte er vor der ersten Inbetriebnahme mindestens 24 Stunden stehen bleiben. So kann das gegebenenfalls angesammelte Öl im Kühlkreislauf zurückfließen und richtet keinen Schaden an. Hochmoderne Kühlschränke sind davon zwar nicht mehr betroffen, aber zur Sicherheit sollte man sich vorab genau beim Hersteller informieren.

Veröffentlicht von Christian

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